Museen für Archäologie und Geschichte

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Archäologisches Nationalmuseum

(National Museum of Archaeology in Valetta)

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Die nationalen archäologischen Sammlungen sind bereits seit 1903 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich, seit 1958 sind sie im Gebäude der Auberge der Provence in der Republic Street ausgestellt. So ermöglicht der Besuch des Museums auch eine Besichtigung der Innenräume einer Auberge. Vom Leben in der Ritterzeit zeugen die Deckenmalereien im Entree und der vollständig erhaltene „Grand Salon“ mit der geschnitzten und bemalten Kassettendecke und der reichen Wandbemalung.

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Die Sammlung umfaßt die Fundstücke von den zahlreichen archäologischen Stätten Maltas.
Ein Großteil der Ausstellung ist der Megalithzeit gewidmet. Zu sehen sind die Originale der mit kunstvollen Spiral- und Tierreliefs gestalteten Ausstattungsstücke aus den Tempeln von Hagar Qim und Tarxien und der vielen Statuetten u.A. aus Hagar Qim und Hal Saflieni, darunter die weltbekannte „Schlafende Dame“ (Sleeping Lady). Modelle der Tempelstätten, Fotodokumentationen der Fundplätze und gut gestaltete Informationstafeln in malti und englisch erleichtern die Orientierung.
Nicht weniger bedeutend sind die Abteilungen für die Vor-Megalith-Zeit mit den ältesten Menschendarstellungen der maltesischen Inseln, der Bronzezeit u.A. mit den Funden aus dem Urnengräberfeld von Tarxien, sowie der phönizischen Epoche mit dem weltberühmten Cippus von Malta – dem Schlüssel zur Rekonstruktion der phönizischen Sprache.

Archäologisches Museum

(Museum of Archaelogy, auch Museum of Gozo, in Rabat/Gozo)

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Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Stadtpalast in der Zitadelle von Gozo.
Die Ausstellung zeigt Originalfundstücke von Gozo und Comino. Ein Großteil der Ausstellung ist der Megalithzeit gewidmet. Gezeigt werden u.A. die wenigen Funde aus der Tempelstätte von Ggantija, wie eine Kalksteinplatte mit Schlangenrelief, und die einzigartigen Funde der jüngsten Ausgrabungen im Hypogäum von Gozo, wie die „Schamanengruppe“ und das „Paar auf dem Sofa“.
Eine kleine Abteilung zeigt die Funde aus den gozitanischen bronzezeitlichen Siedlungen von il-Nuffara und Rabat/Gozo, eine andere phönizische Steinamulette, einen punischen Inschriftenstein und römische Amphoren und Anker, die im Hafen von Xlendi von gesunkenen Schiffen geborgen wurden.

Folkloremuseum

in Rabat/Gozo

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Das Museum ist in einem bemerkenswerten Komplex mittelalterlicher Häuser untergebracht – dem einzigen in Malta erhaltenen Beispiel sizilo-normannischer Architektur aus dem frühen 16. Jhd. Außer der charakteristischen Architekturelementen der Fassade weisen die Häuser noch die gesamte ursprüngliche Raumstruktur mit Mittelsäulen, einem Saal oben und einem Labyrinth kleinerer Räume unten, mit Hof, Stallungen, Wirtschaftsräumen, mehreren der zu jedem Haushalt gehörenden Zisternen und sogar einer Göpelmühle auf.
Seit 1983 ist in den Räumen das Folkloremuseum untergebracht, das der traditionellen Lebensweise der Bevölkerung gewidmet ist.
Die verschiedenen traditionellen Handwerke wie Steinmetze, Schreinerei, Spitzenklöppeln und eine komplette Schmiede werden gezeigt außerdem eine Sammlung von Waagen und Gewichten, verschiedenen Getreidemühlen und vieles mehr.
Glanzstück ist ein komplett aus Globigerinkalkstein gehauenen Küchenherd mit Feuerloch in der Mitte und eine Art steinernes Gitter als Abdeckung. Es gibt nur noch wenige dieser lokaltypischen Steinherde.

Museum der römischen Kultur

(Domus Romana, Roman House, in Rabat)

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Reste einer römischen Villa wurden 1881 bei Bauarbeiten vor dem Griechischen Tor (Greek Gate) in Mdina entdeckt. Es handelte sich um ein repräsentatives Atriumhaus mit der charakterischen Raumaufteilung in Empfangsraum (vestibulum), offenen Säulenhof (peristyl) und Speiseraum (triclinium) sowie verschiedene Nebenräume. Die in den drei Räumen erhaltenen Bodenmosaike werden ins 1. Jhd. v.u.Z. datiert und gehören somit neben Pompeji und sizilianischen Fundstätten zu den ältesten des westlichen Mittelmeeres.
In den 1920-er Jahren entstand auf den Fundamenten der Ausgrabung ein Rekonstruktionsbau, wobei erhaltene antike Gebäudereste, z.B. einige Originalsäulen im Peristyl, einbezogen wurden.
In Nebenräumen werden Fundstücke aus spätpunischer und römischer Zeit ausgestellt. Weiterе Räume zeigen Grabsteine von einem arabischen Friedhof, der Jahrhunderte später auf dem Gelände der Villa bestand.

Großmeisterpalast und Staatsräume

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Der Palast wurde als Regierungs- und Verwaltungsgebäude des Ordens sowie Residenz des Großmeisters ab 1571 durch Gerolamo Cassar (1520-1586) erbaut. Das Gebäude war äußerlich im strengen und schlichten Renaissance-Stil der damaligen Zeit Zeit gehalten. Im Gegensatz dazu wurden die repräsentativen Innenräume im Laufe der Jahrhunderte mit kostbaren Bildern, Möbeln, Tapeten, Gobelins usw. ausgestattet.
Besonders eindrucksvoll ist der Gobelinsaal (Tapestry Chamber), dessen Wände mit zehn kostbaren Gobelins bedeckt sind, die Pflanzen, Tiere und Ureinwohner aus damals noch weitgehend unbekannten und märchenhaften Ländern in Südamerika, der Karibik, Indien, Afrika zeigen.
Bemerkenswert ist der Ratssaal (Supreme Council Hall) mit dem Thron des Großmeisters und zwölf autentischen Darstellungen der Großen Belagerung von 1565 auf einem Wandfries.
Das Gebäude ist heute Amtssitz des Präsidenten und Tagungsort des Parlaments. Die Staatsräume der Großmeister sind mit ihrer kostbaren Ausstattung bis heute erhalten und können ebenso wie die Waffenkammer des Ordens besichtigt werden.

Waffenkammer des Großmeisterpalastes

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Die Sammlung geht auf das Arsenal des Johanniterordens zurück und enthält als solches neben Prestige-Waffen der Adligen die Gebrauchsausrüstungen vom einfachen Soldaten bis zum Offizier. Sie zählt heute noch 5.700 Stücke und gehört damit weltweit zu den größten Waffensammlungen. Ihre Exponate veranschaulichen 300 Jahre Entwicklung der Waffentechnik vom 15. Jhd. an, bis 1798.
Sie umfaßt Rüstungen, schneidende und Feuerwaffen aus allen europäischen Waffenschmieden der verschiedenen Perioden daneben auch etliche, vornehmlich türkische Beutewaffen und einige kuriose Stücke

Sacra Infermeria

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Das Hospital Sacra Infermeria Santo Spirito war 1575 als eines der wichtigsten Gebäude des Johanniterordens neben Großmeisterpalast und Kirche errichtet worden. Der Orden war einst als Hospitaliterorden zur Pflege der Kreuzritter und Pilger gegründet worden und im Gegensatz zu anderen Orden blieb Krankenpflege immer ein Hauptanliegen. Jeder Ritter tat einmal wöchentlich Hospitaldienst. Der Hospitalbetrieb war sowohl in der Organisation als auch medizinisch-fachlich äußerst fortschrittlich für die damalige Zeit. Z. Bsp. ermöglichte die Ausstattung mit Marmorfußboden und antibakteriellem Silbergeschirr vorbildliche Hygiene.
In den restaurierten Gebäuden des Hospitalkomplexes werden seit der Einweihung als „Mediterranes Konferenzzentrum“ (Mediterranean Conference Centre) 1978 bedeutende kulturelle Veranstaltungen sowie Tagungen, Konferenzen, Bankette usw. organisiert.
Es gibt auch geführte Besichtigungen der historischen Hospitalsräume, darunter die sehr eindrucksvollen Krankensäle – die heutige La Valette-Halle und Sacra Infermeria-Halle.
Der ehemalige große Haupthof des Hospitals wurde überdacht und ist als „Halle der Republik“ (Republic Hall) heute der größte geschlossene Veranstaltungsraum Maltas. Hier finden außer Tagungen und Konferenzen regelmäßig Konzerte, Opern- und Ballettaufführungen, darunter Gastspiele weltbekannter Ensembles statt.

Inquisitionspalast

in Birgu

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Das Gebäude des ehemaligen zivilen Gerichtshofes des Johanniterordens in Birgu wurde dem 1574 nach Malta berufenen Inquisitor zur Verfügung gestellt, nachdem die Ritter 1571 in ihre neue Hauptstadt Valletta umgezogen waren. Bis zur Abschaffung der Inquisition in Malta 1798 durch Napoleon war der Palast Residenz der Inquisitoren, die ihn im Laufe der Jahrhunderte ausbauten, erweiterten und ausschmückten.

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Heute ist das Gebäude einer der wenigen überhaupt erhaltenen und der einzige der Öffentlichkeit zugängliche Inquisitorspalast. Er enthält Privaträume des Inquisitors mit Küche, Speisezimmer und repräsentativem Treppenaufgang sowie die Räume des Inquisitionsgerichtes und das Gefängnis mit Folterkammer.

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Seit 1981 ist in den Räumen die Ausstellung des Nationalmuseums für Ethnografie untergebracht, die sich auf das religiöse Leben des maltesischen Volkes konzentriert. Zu sehen sind u.A. Monstranzen für die Karfreitagsprozession und die lokalen Patronatsfeste und eine Weihnachtskrippensammlung mit traditionellen maltesischen Krippen und solchen aus der ganzen Welt.

Museum „Altes Gefängnis“

in Rabat/Gozo

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Das Gefängnis befindet sich im rückwärtigen Teil des Gerichtshof (Law Courts) des Ordens gleich links hinter dem Tor am Kathedralen-Platz der Zitadelle von Gozo. Es wurde unter Großmeister Alof de Wignacourt (1601-1622) ab 1601 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet.
Erhalten ist eine größere Gemeinschaftszelle, die heute den Eingangsbereich bildet und für eine Dauerausstellung über die Befestigungsanlagen Gozos genutzt wird. In einem frei stehenden Block sind außerdem sechs Einzelzellen von 5,4 m² im Originalzustand erhalten. An den Wänden der Zellen und Korridore wurden historische Inschriften und Ritzzeichnungen der Insassen freigelegt, darunter Schiffe aus unterschiedlichen Epochen, Kreuze, Namen, Jahreszahlen, Hand-Abdrücke, kleine Spielfelder und Abstreichkalender.

Nationales Kriegsmuseum in Valletta

(Fort St. Elmo)

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Das im Fort St. Elmo untergebrachte Museum dokumentiert die beiden Weltkriege (1914-18 und 1939-45) mit Schwerpunkt auf der Rolle Maltas im Kriegsgeschehen und der Lage der Bevölkerung, insbesondere unter den schweren Bedingungen der Bombardements und der Blockade von 1940-42.
Prunkstücke der Ausstellung sind eines der drei Doppeldeckerflugzeug „Gloster Gladiator“, die zu Kriegsbeginn Maltas gesamte Luftwaffe bildeten, sowie das Georgskreuz, der Originalorden, der Malta 1942 durch den englischen König verliehen wurde und der bis heute Bestandteil der Nationalflagge ist.

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Maltesisches Kriegsmuseum

(Malta At War-Museum, in Birgu)

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Das Museum ist im Stadttor Couvre Port untergebracht. Von hier ausgehend wurden während der Flächenbombardements des 2. Weltkrieges innerhalb von vier Monaten von Frauen, Kindern und Alten Luftschutzräume in den Kalksteinfelsen gegraben.
Die Ausstellung ist den Lebensumständen der Zivilbevölkerung während der fast täglichen Bombardierungen und der monatelangen Versorgungsblockade zwischen 1940-42 gewidmet.

Anfahrt

Couvre Porte Gate
Il-Birgu

www.maltaatwarmuseum.com

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Lascaris-Gefechtsstände

Lascaris-Bastion in Valletta

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In den original erhaltenen Bunkern unterhalb der Lascaris-Bastion befand sich während des Zweiten Weltkrieges das Hauptquartier der Britischen, ab 1943 auch der Alliierten Mittelmeerstreitkräfte.
Anhand originaler Einrichtungsgegenstände, Modelle, Dioramen usw. wird die Arbeitsweise des Gefechtsstandes dokumentiert, von dem aus u.A. General Eisenhower 1943 die Invasion auf Sizilien leitete.