Lage

  • Inselstaat im zentralen Mittelmeer
  • kürzeste Entfernung: …..nach Sizilien:                              ….-    90 km²
    ……………………………..nach Tunesien (Al-Mahdiyah)  . ..- 290 km²
  • auf gleicher geografischer Breite wie Tanger, Kreta, Zypern und somit südlicher als die Türkei, Algier und Tunis
  • auf dem gleichen Meridian wie Neapel, Ljubljana und Cottbus und somit in der mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ)

Fläche:                       316   km²
davon
……….Malta                 246   km²
……….Gozo                    67   km²
……….Comino                 2,7 km²

zum Vergleich: 
……….Bremen                                    325 km²
……….Berlin                                        892 km²
……….Insel Rügen                              926 km²
……….Herzogtum Luxemburg       2586 km²

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Grösste Ausdehnung:

Malta:                    Ost – West   – 28   km
…………………….Nord – Süd  – 13   km
Gozo:                     Ost – West   – 14   km
…………………….Nord – Süd  –   7   km
Breite des Gozo-Kanals:……..  – 4,5 km

Klima

Warmes, trockenes Mittelmeeklima

Maximale Durchschnittstemperatur im Juli/August:     26 °C
Maximale Temperatur:                                                 bis 40 °C
Minimale Durchschnittstemperatur im Januar:              12 °C
Minimale Temperatur:                                                        10 °C

Luftfeuchtigkeit im Sommer:                                              74 %
Luftfeuchtigkeit im Winter:                                                 78 %

Winde

ständige, oft heftige Winde:

Grigal:      im Winter, starker, kalter Wind von Nordwest, feucht, bringt Regen für die Landwirtschaft
Majistral: im Sommer, trockener Wind von Nordost, kühl, bringt willkommene Abkühlung
Xlok:         im Sommer, sehr heißer Wind von der Sahara, nimmt über dem Meer Feuchtigkeit auf und bringt Schwüle

Jahreszeiten

  • Ab Februar Erwärmung und Niederschläge, Aufblühen der Vegetation, Beginn der landwirtschaftlichen Saison
  • Ab Mai heiß und trocken, Landwirtschaft nur bei Bewässerung
  • Ab September starke Regenfälle, die vom ausgetrockneten Boden nicht aufgenommen werden können und oft Überschwemmungen verursachen
  • Ab November milder Winter mit kurzzeitigen aber heftigen Regenfällen

Wassertemperaturen:

August                25 °C
Oktober              20 °C
Mai                      14 °C

Tauchen ist ganzjährig möglich

Bevölkerung

.42.2.5.001  Bevoelkerung

Einwohnerzahl:                              410.000
davon:                                             davon:
Malta:     379.000                            Malteser:        96 %
Gozo:        31.000                            Engländer:        2 %
Comino:             4                            sonstige:           2 %

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Viele Malteser wohnen im Ausland, besonders in Italien und den englischsprachigen Ländern.

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Bevölkerungsdichte:                                 1300 Einwohner/km²
……….zum Vergleich: Deutschland:          233 Einwohner/km²

Das ist die dritthöchste Bevölkerungsdichte der Welt – nach Singapur und Monaco.

Sprache

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.42.2.5.005 Bevoelkerung

Amtssprachen sind maltesisch und englisch.

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Die maltesische Sprache (Malti) – gehört zu den semitischen Sprachen und entstand aus dem maghrebinischen, d.h. westarabischen Dialekt.
Das Phönizische gehört dagegen zu den ostsemitischen Sprachen und ist am ehesten mit dem Hebräischen verwandt.
Unter jahrhundertelanger französisch-normannischer, spanischer, italienischer und englischer Besatzung entwickelte sich Malti zu einer selbstständigen Sprache mit vielen Lehnwörtern.
Während der Zeit der Ordensritter seit 1530 war italienisch Amtssprache und wurde erst nach der Okkupation durch Großbritannien im Jahre 1800 durch das Englische ersetzt. Italienisch blieb dabei weiterhin Gerichtssprache.

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Malti wird mit lateinischem Alphabet geschrieben, das durch einige Zusatzzeichen ergänzt wurde. Erst 1924 wurden verbindliche Rechtschreibregeln festgelegt.
Und erst 1934 wurde Malti – neben dem Englischen – Amtssprache!

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Wegen der Qualität des Unterrichts und der problemlosen englischsprachigen Alltagskommunikation ist Malta in ganz Europa für Sprachkurse beliebt.
Viele Malteser sprechen außerdem italienisch.

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In der Praxis werden Beschriftungen auf Karten, Ortsnamen, Straßennamen usw. mal in englisch, mal in malti angegeben.
Für den ortsunkundigen Touristen ist das eine zusätzliche Schwierigkeit, um so mehr, da die Ausschilderung ohnehin sehr eigenwillig ist.
Um z.B. nach dem Weg zu fragen ist es sehr hilfreich, die wichtigsten Ausspracheregeln zu kennen.

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Religion

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Die lieben Heiligen ...

Die lieben Heiligen …

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Katholiken             …..98 %

sonstige:                 ….anglikanische Protestanten
…………………………Orthodoxe
…………………………Juden
…………………………Moslems

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Der Katholizismus ist Staatsreligion und hat großen Einfluß auf die Gesellschaft.
Scheidungen – und erst recht Abtreibungen – sind verboten. In der Praxis ist dementsprechend die Zahl der «wilden Ehen» und der «unehelich» geborenen Kinder sehr hoch, ebenso wie die Anzahl der Verheirateten aber getrennt Lebenden.
Im Mai 2011 stimmten die Malteser in einem Referendum für die Zulassung von Ehescheidungen, so daß in naher Zukunft eine Modernisierung des Familienrechtes erwartet wird.

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... wachen an jeder Hausecke.

… wachen an jeder Hausecke.

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In Malta gibt es über 300 Kirchen – umgerechnet auf die Einwohnerzahl sind das mehr als sogar in Rom – und im Gegensatz zu zentraleuropäischen Kirchen brauchen sie über Mangel an Gläubigen nicht zu klagen.

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Höhepunkt des religiösen Lebens sind die Kirchweihfeste der jeweiligen Gemeinden, die überaus aufwendig begangen werden.

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St. Paulus

Die Einführung des Christentums in Malta wird auf den heiligen Paulus persönlich zurückgeführt. Nach der Legende sollte der auf Kreta inhaftierte Apostel im Jahre 60 zum Gericht nach Rom überführt werden, als sein Schiff vor Malta in einen Sturm geriet. Die Überlebenden retteten sich auf die Felseninselchen an der Nordwestküste Maltas.
Das sind die heutigen St. Pauls-Inseln in der St. Pauls-Bucht, an deren Ufer eine Kapelle zum Gedenken an St. Pauls Schiffbruch und später die Touristenmetropole St. Paul’s errichtet wurden.
Der Apostel wurde in die Hauptstadt Mdina gebracht und dort in ein unterirdisches Gefängnis gesperrt – die heutige St. Pauls-Grotte – über dem später die St. Pauls Kirche errichtet wurde. Von dort aus gelang es ihm, den römischen Statthalter Publius zum Christentum zu bekehren, der in der Folgezeit der erste Bischof Maltas wurde.
Beiden – St. Paul und St. Publius – sind in Malta viele Kirchen geweiht.

Belegt ist, daß sehr früh – noch zu Zeiten des Römischen Reiches – christliche arabische Sklaven aus anderen Reichsgebieten in Malta angesiedelt wurden. Sie bewahrten ihren Glauben auch nach Schaffung des Islams durch Mohamed, während der arabischen Herrschaft bis zur endgültigen Einführung des Christentums während der sizilianisch-normannischen Herrschaft ab 1090.

Bildung

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Alphabetisierungsgrad:                                                         93 %
Personen mit 10-jährigem Schulabschluß oder höher:    28 %
im Ausland studierende Malteser:                                         1 %

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  • Mehrstufiges Schulsystem nach englischem Vorbild:
    10-jährige allgemeine Schulpflicht, unterteilt in 6-jährige Grund- und 4-jährige Mittelschule
  • in staatlichen oder kirchlichen Schulen, wobei auch die Mehrzahl der kirchlichen Lehrer vom Staat bezahlt wird.
  • Unterrichtssprache: englisch und malti, in kirchlichen Schulen – wie auch in der Universität – oft nur englisch
  • In der Mittelschule werden nach Wahl Fremdsprachen erlernt. Mehr als 50 % lernen italienisch, möglich ist auch französisch, deutsch, spanisch, russisch, arabisch.
  • Examen für die Mittlere Reife – in der Regel in Mathematik, Englisch und Malti – werden nach der 10. Klasse abgelegt.

Die schulische Ausbildung kann durch zwei Jahre College verlängert werden. Danach werden Prüfungen zum Abitur abgelegt, das zur Immatrikulation an der Universität berechtigt.

Festtage und Bräuche

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Die Malteser lieben es zu feiern und lassen dazu keinen Anlass aus
Außer den staatlichen und kirchlichen Feiertagen werden noch eine Vielzahl lokaler „Festas“ begangen, darunter die Kirchweihfeiern der jeweiligen Gemeinden.
In der Regel werden diese «Festas» duch die lokalen Blaskapellen – die “Bandclubs” –  organisiert, natürlich unter Mitwirkung der gesamten Bevökerung. Das Heiligenbild wird liebevoll geschmückt und in einer Prozession durch das ebenfalls geschmückte Gemeindegebiet getragen. Es finden Festgottesdienste sowie Märkte mit Buden und Karussells statt. Den Abschluß bildet ein Feuerwerk, das unbedingt lauter, bunter und teurer als das Feuerwerk der Nachbargemeinde sein muß.

 

 

Lichtfest „Mnarja“

  • wurde schon vor Ankunft der Ordensritter gefeiert
  • die ehemalige Hauptstadt Mdina und ihre Kirche St. Peter und Paul werden festlich beleuchtet
  • wichtigstes der Kirchweihfeste, seine Bedeutung kann man auch daran ermessen, dass in früheren Heiratsverträgen der Braut das Recht zugestanden werden mußte, jährlich am Lichterfest teilzunehmen

Nationale Küche

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  • Mittelmeerküche
  • typische Zutaten: Kapern, Oliven, Ricotta, Schafs- und Ziegenkäse, Fisch

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Es gibt italienische und arabische sowie auch englische Einflüsse.
Wildschwein in Pfefferminzsoße wird zwar nicht angeboten – besonders in Touristenzentren herrscht allerdings englischer Geschmack.
In den Hotels gibt es jeden Tag! «english breakfаst», also Eier mit Schinkenspeck und dicken Bohnen.

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Das Nationalgericht Maltas ist «Kaninchenragout» (traditional rabbit stew) – Kaninchenstücke mit Tomaten und Kapern in Wein geschmort. Wer das Gericht auf Vallettas Hauptstraße probiert, wird von einigen kleinen Fleischstücken in saurer Tomatensoße mit Erbsen-und Möhren-Gemüse enttäuscht sein. In einem kleinen Cafe in Xemxija dagegen ist das ein halbes Kaninchen in einer wunderbaren, sämigen Soße mit exotischen Gewürzen.

Traditionell gibt es auch viel Fisch in allen möglichen Zubereitungsarten sowie andere Meeresfrüchte. Den Nationalfisch «Lampuki» – eine Makrelenart – gibt es nur von August bis November, er wird traditionell als Auflauf zubereitet.

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Maltesische Alltagsgerichte sind z.Bsp.::

Aljotta                   – pikanter, dicker Fischeintopf
Ravjul                    – Ravioli, gefüllt mit Ricotta
Timpana               – Makkaroniauflauf mit verschiedensten Zugaben
Stuffat                   – Rindfleischragout
Qarni stuffat         – Oktopusragout
Bragjoli                  – Rindfleischroulade, gefüllt mit Schinken, Eiern und Kapern
Ros il Forn             – Risotto mit Fleisch, überbacken mit Eiern und Parmesan
Kapunata               – vegetarisches Ragout aus Auberginen, Tomaten, Zwiebeln u.A.

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Pastizzi verdienen eine besondere Empfehlung.
Es sind kleine Pasteten aus Blätter- oder anderen Teigsorten mit den verschiedensten Füllungen: Hackfleisch, Schinken, Spinat, Fisch, Gemüse, sogar Würstchen – einfach alles wird in Teig gebacken.
Am besten sind aber die traditionellen Füllungen aus Ricotta mit Kräutern oder aus Kichererbsenpüree mit exotischen Gewürzen.

Bei Preisen von 0,30 bis 1,30 Euro sind sie sehr sättigend – 2-3 Stück ersetzen ein Mittagessen – und werden überall an Straßenständen und in Bäckereien verkauft.

Ähnlich sind «Imqaret mit süßer Füllung, z.B. aus Feigen, und «Kanolli» – Röllchen mit Mandelfüllung oder kandierten Früchten.

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Getränke

In Malta wird ein leichter, sehr angenehmer Wein aus heimischen Traubensorten – weißen «Insola» und roten «Mammolo» – gekeltert.

In der Brauereri «Cisk» in Attard wird heimisches Maltesisches Bier gebraut.

Eine Besonderheit ist das Nationalgetränk «Kinnie“ eine bitter-süße Limonade aus Bitterorangen und heimischen Kräutern, deren Rezept natürlich streng geheim ist.

 

Gesellschaft

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

– UNO seit 1964
– OSZE seit 1972
– Organisation der Blockfreien Staaten seit 1973
– EU seit 2004
– Schengen-Abkommen seit 2007

Politisches System

Malta ist eine Republik, das Parlament wird alle fünf Jahre gewählt und hat 65 Sitze.
Im Prinzip sind die Sitze unter zwei Parteien aufgeteilt – der linken MLP (Malta Labour Party) und der konservativen MNP (Malta Nationalist Party). Die letzten Wahlen 2008 gewann die MNP (49,3 %) vor der MLP (48,8 %).
In den letzten Jahren wurden auch die «Grünen» AD (Alternative Demokraty, 1,3 %) und die rechte АN (0,5 %) gegründet, beide haben bisher keine Sitze im Parlament.

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Eine wichtige Rolle im politischen Leben spielen die Parteilokale (Pub), in denen alle Fragen vom Standpunkt der Parteibasis her diskutiert werden. Das sind öffentliche Einrichtungen, zu denen Jedermann – also auch der neugierige Tourist – Zutritt hat.

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Die Regierung besteht aus dem Premierminister und 13 weiteren Ministern sowie 5 Staatssekretären.
Wegen der geringen Größe dient die Unterteilung des Staates in 4 Bezirke lediglich der Organisation kommunaler Bedürfnisse wie z.B. Müllabfuhr.

Flüchtlingsproblem

Wegen der geringen Entfernung nach Afrika stellt Malta ein natürliches Ziel für Flüchtlinge aus Äthiopien, Somalia, Eritrea u.A. dar, die in Lagern der Maltesischen Armee interniert werden. Flüchtlinge haben kein Recht auf politisches Asyl, werden aber aus humanistischen Gründen nicht deportiert. Da auf der Insel bereits 10.000 Flüchtlinge leben, weigert sich Malta, weitere Menschen aufzunehmen und verweigert Flüchtlingsbooten – darunter sogar Booten mit Geretteten – die Einfahrt in seine Häfen. Deshalb wird Malta von Menschenrechtsorganisationen sowie vom Europäischen Parlament kritisiert, das seinerseits den Vorschlag, Flüchtlinge proportional auf die EU-Länder aufzuteilen, ablehnt.

Wirtschaft

Import:           Lebensmittel, Trinkwasser, Textilien, Autos; Motoren und Ausrüstungen für den Schiffbau

Export:            Schiffe

Industrie

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Schiffbau und -reparaturen

……………- traditionell schon seit der Ritterzeit

……………- im Süden des Großen Hafens (Grand Harbour) konzentriert

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Nach der Unabhängigkeit wurden die Kleinbetriebe zu einem staatlichen Betrieb, den «Malta Dry Docks», vereint. In den sozialistischen 70-er Jahren errichtete die VR China die «China Friendship Docks» für die junge Republik. Dank des gezeitenfreien Tiefseehafens halten sich die Werften und Tankerreinigungsfirmen auf dem Weltmarkt. Bis heute sind die maltesischen Docks die größten im gesamten Mittelmeer. Nach den EU-Verträgen von 2008 müssen staatliche Subventionen nun eingestellt werden, was die Betriebe dem vollen Druck des Weltmarktes aussetzt.

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Der Große Hafen (Grand Harbour) vor Valletta

Der Große Hafen (Grand Harbour) vor Valletta

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Transportwesen  

– drittgrößter Warenumschlag im Mittelmeer

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Leichtindustrie

– Steuervorteile und Niedriglöhne fördern ausländische Investitionen
– Zulieferindustrie für Elektronik und Autobau
– Textilindustrie (unterliegt seit einigen Jahren starker Konkurrenz aus Asien
– Pharmazie

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In den Steinbrüchen um Siggiewi wird der Kalkstein für die Bauindustrie gewonnen

In den Steinbrüchen um Siggiewi wird der Kalkstein für die Bauindustrie gewonnen

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Steinindustrie

– der einzige Rohstoff Maltas ist der Kalkstein
– wird als Baustein gewonnen
– nur lokale Bedeutung, kein Export
– auf den Süden Maltas, um Siggiewi, konzentriert

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Filmstudio

– in Kalkar, nordöstlich des Großen Hafens (Grand Harbour)
– große Bassins für Über- und Unterwasseraufnahmen
– Produktionen bekannter Firmen wie Warner Brothers und Universal

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Elektrifizierung

Elektrifizierung

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Energiewirtschaft

– keine eigenen Ressourcen

– 2 Kraftwerke in Marsa und Birzebuggia auf Basis importierten Erdöls
– nur ein Stromanbieter, Preise trotzdem niedriger als der europäischen Mittelwert
– trotz günstiger natürlicher Bedingungen wird Solarenergie faktisch nicht genutzt.
Nach EU-Plänen zur Entwicklung und Finanzierung soll der Anteil von erneuerbarer Energie 2010 auf 5 % erhöht werden.

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Landwirtschaft und Fischfang

– decken weniger als 50 % des Bedarfes

– beschäftigen ca. 3 % der arbeitsfähigen Bevölkerung, hauptsächlich im Nebenerwerb

– 80 % der landwirtschaftlichen Betriebe besitzen weniger als 5 ha Land

– der größte landwirtschaftliche Grundbesitzer ist die Kirche

– fruchtbare Böden des Terra-Rossa-Typs

– äußerst begrenzte Bewässerungsmöglichkeiten in den nordwestlichen Tälern Maltas und auf Gozo, wo es Grundwasserzugang gibt

(5 % der Flächen) und drei Ernten im Jahr möglich sind

– auf den restlichen Flächen nur eine Ernte im Frühjahr, den größten Teil des Jahres liegen die Felder brach und unterliegen starker Erosion.

Zum Schutz werden niedrige Feldsteinmaueren errichtet

– angebaut werden hauptsächlich Gemüse, Obst und Wein

– es werden Schafe, Ziegen, Rinder, Schweine sowie Geflügel gehalten

– einige Bedeutung hat die Imkerei

– großer Fischerhafen in Marsaxlokk, ca. 800 t Fisch pro Jahr werden angelandet, hier liegen 2/3 aller Fischerboote, täglich Fischmark

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Verkehr

– Sowohl Güter- als auch Passagiertransport findet per Auto statt

– Es gibt keine Eisenbahn, von 1883 bis 1931gab es eine Linie von Valletta nach Mdina

– Obwohl Malta so lange zu Großbritannien gehörte ist das Straßennetz, ebenso wie z.B. die Kanalisation, unterentwickelt und war noch bis vor

..Kurzem ein Synonym für schlimme Zustände.

– Bis 2015 wird ein umfangreiches Straßenbauprogramm u.A. auch mit finanzieller Unterstützung der EU realisiert. Die vierspurige Autobahn

..ist an mehreren Stellen schon in Betrieb. Gegenwärtig wird die Straße nach Cirkewwa – dem Fährhafen nach Gozo – ausgebaut.

– Öffentlicher Nahverkehr: gut ausgebautes Busnetz der Fa.«Arriva»

– Individualverkehr: hoher Motorisierungsgrad, mehr als 535 PKW je 1000 Einwohner ohne Berücksichtigung von Motorrädern, LKW u.A.

– Verkehr zwischen Malta und Gozo: mit Fähren der Reederei «Gozochanel“, für den Passagierverkehr gibt es auch Hubschrauberflüge

– Fährverbindungen gibt es von Valletta nach Sliema, Valletta – Senglea, Cirkewwa – Comino

– Gütertransport zwischen Malta und anderen Ländern: hauptsächlich per Schiff vom Hafen Marsaxlokk aber auch per Flugzeug oder Fähre

– Personentransport zwischen Malta und anderen Ländern: – per Flugzeug vom Flughafen Luqa, per Fähre von Sizilien, dem italienischen

..Festland, Spanien und Libyen, per Kreuzfahrtschiff vom neuen Terminal in Valletta

Wasserversorgung

– Die Wasserressourcen Maltas können den Bedarf nicht decken, der Tourismus fördert zusätzlich den Wasserverbrauch

– Vier Meerwasserentsalzungsanlagen sind in Betrieb: Ghar Lapsi, St. Juliens, Cirkewwa, Zurrieq. Dieses Wasser ist für die Industrie nicht

..geeignet.
..Die Meerwasserentsalzung ist sehr energieaufwendig.

– Trinkwasser wird per Tanker sowie auch in Flaschen importiert.

Tourismus

– über 1 Million Besucher jährlich, mittlere Aufenthaltsdauer 9 Tage

– davon mehr als die Hälfte im Juni, Juli und August sowie über Weihnachten

– davon mehr als die Hälfte aus Großbritannien, ca. 270.000 aus deutschsprachigen Ländern und ca. 120.000 aus Italien

– hoher Anteil an «Kulturtouristen» , d.h. Geschichtsinteressierten, Tauchern, Sprachkursteilnehmern u.Ä. zusätzlich bis ca. 500.000

..Tagestouristen von den Kreuzfahrtschiffen

– Der Tourismus erwirtschaftet über 40 % des BNN und stellt ca. 30 % aller Arbeitsplätze. Weitere 20 % der Arbeitsplätze hängt direkt vom

..Tourismus ab (Verkehr, Banken u.Ä.)