Bevölkerung

.42.2.5.001  Bevoelkerung

Einwohnerzahl:                              410.000
davon:                                             davon:
Malta:     379.000                            Malteser:        96 %
Gozo:        31.000                            Engländer:        2 %
Comino:             4                            sonstige:           2 %

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Viele Malteser wohnen im Ausland, besonders in Italien und den englischsprachigen Ländern.

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Bevölkerungsdichte:                                 1300 Einwohner/km²
……….zum Vergleich: Deutschland:          233 Einwohner/km²

Das ist die dritthöchste Bevölkerungsdichte der Welt – nach Singapur und Monaco.

Sprache

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.42.2.5.005 Bevoelkerung

Amtssprachen sind maltesisch und englisch.

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Die maltesische Sprache (Malti) – gehört zu den semitischen Sprachen und entstand aus dem maghrebinischen, d.h. westarabischen Dialekt.
Das Phönizische gehört dagegen zu den ostsemitischen Sprachen und ist am ehesten mit dem Hebräischen verwandt.
Unter jahrhundertelanger französisch-normannischer, spanischer, italienischer und englischer Besatzung entwickelte sich Malti zu einer selbstständigen Sprache mit vielen Lehnwörtern.
Während der Zeit der Ordensritter seit 1530 war italienisch Amtssprache und wurde erst nach der Okkupation durch Großbritannien im Jahre 1800 durch das Englische ersetzt. Italienisch blieb dabei weiterhin Gerichtssprache.

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Malti wird mit lateinischem Alphabet geschrieben, das durch einige Zusatzzeichen ergänzt wurde. Erst 1924 wurden verbindliche Rechtschreibregeln festgelegt.
Und erst 1934 wurde Malti – neben dem Englischen – Amtssprache!

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Wegen der Qualität des Unterrichts und der problemlosen englischsprachigen Alltagskommunikation ist Malta in ganz Europa für Sprachkurse beliebt.
Viele Malteser sprechen außerdem italienisch.

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In der Praxis werden Beschriftungen auf Karten, Ortsnamen, Straßennamen usw. mal in englisch, mal in malti angegeben.
Für den ortsunkundigen Touristen ist das eine zusätzliche Schwierigkeit, um so mehr, da die Ausschilderung ohnehin sehr eigenwillig ist.
Um z.B. nach dem Weg zu fragen ist es sehr hilfreich, die wichtigsten Ausspracheregeln zu kennen.

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Religion

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Die lieben Heiligen ...

Die lieben Heiligen …

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Katholiken             …..98 %

sonstige:                 ….anglikanische Protestanten
…………………………Orthodoxe
…………………………Juden
…………………………Moslems

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Der Katholizismus ist Staatsreligion und hat großen Einfluß auf die Gesellschaft.
Scheidungen – und erst recht Abtreibungen – sind verboten. In der Praxis ist dementsprechend die Zahl der «wilden Ehen» und der «unehelich» geborenen Kinder sehr hoch, ebenso wie die Anzahl der Verheirateten aber getrennt Lebenden.
Im Mai 2011 stimmten die Malteser in einem Referendum für die Zulassung von Ehescheidungen, so daß in naher Zukunft eine Modernisierung des Familienrechtes erwartet wird.

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... wachen an jeder Hausecke.

… wachen an jeder Hausecke.

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In Malta gibt es über 300 Kirchen – umgerechnet auf die Einwohnerzahl sind das mehr als sogar in Rom – und im Gegensatz zu zentraleuropäischen Kirchen brauchen sie über Mangel an Gläubigen nicht zu klagen.

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Höhepunkt des religiösen Lebens sind die Kirchweihfeste der jeweiligen Gemeinden, die überaus aufwendig begangen werden.

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St. Paulus

Die Einführung des Christentums in Malta wird auf den heiligen Paulus persönlich zurückgeführt. Nach der Legende sollte der auf Kreta inhaftierte Apostel im Jahre 60 zum Gericht nach Rom überführt werden, als sein Schiff vor Malta in einen Sturm geriet. Die Überlebenden retteten sich auf die Felseninselchen an der Nordwestküste Maltas.
Das sind die heutigen St. Pauls-Inseln in der St. Pauls-Bucht, an deren Ufer eine Kapelle zum Gedenken an St. Pauls Schiffbruch und später die Touristenmetropole St. Paul’s errichtet wurden.
Der Apostel wurde in die Hauptstadt Mdina gebracht und dort in ein unterirdisches Gefängnis gesperrt – die heutige St. Pauls-Grotte – über dem später die St. Pauls Kirche errichtet wurde. Von dort aus gelang es ihm, den römischen Statthalter Publius zum Christentum zu bekehren, der in der Folgezeit der erste Bischof Maltas wurde.
Beiden – St. Paul und St. Publius – sind in Malta viele Kirchen geweiht.

Belegt ist, daß sehr früh – noch zu Zeiten des Römischen Reiches – christliche arabische Sklaven aus anderen Reichsgebieten in Malta angesiedelt wurden. Sie bewahrten ihren Glauben auch nach Schaffung des Islams durch Mohamed, während der arabischen Herrschaft bis zur endgültigen Einführung des Christentums während der sizilianisch-normannischen Herrschaft ab 1090.

Bildung

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Alphabetisierungsgrad:                                                         93 %
Personen mit 10-jährigem Schulabschluß oder höher:    28 %
im Ausland studierende Malteser:                                         1 %

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  • Mehrstufiges Schulsystem nach englischem Vorbild:
    10-jährige allgemeine Schulpflicht, unterteilt in 6-jährige Grund- und 4-jährige Mittelschule
  • in staatlichen oder kirchlichen Schulen, wobei auch die Mehrzahl der kirchlichen Lehrer vom Staat bezahlt wird.
  • Unterrichtssprache: englisch und malti, in kirchlichen Schulen – wie auch in der Universität – oft nur englisch
  • In der Mittelschule werden nach Wahl Fremdsprachen erlernt. Mehr als 50 % lernen italienisch, möglich ist auch französisch, deutsch, spanisch, russisch, arabisch.
  • Examen für die Mittlere Reife – in der Regel in Mathematik, Englisch und Malti – werden nach der 10. Klasse abgelegt.

Die schulische Ausbildung kann durch zwei Jahre College verlängert werden. Danach werden Prüfungen zum Abitur abgelegt, das zur Immatrikulation an der Universität berechtigt.

Festtage und Bräuche

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Die Malteser lieben es zu feiern und lassen dazu keinen Anlass aus
Außer den staatlichen und kirchlichen Feiertagen werden noch eine Vielzahl lokaler „Festas“ begangen, darunter die Kirchweihfeiern der jeweiligen Gemeinden.
In der Regel werden diese «Festas» duch die lokalen Blaskapellen – die “Bandclubs” –  organisiert, natürlich unter Mitwirkung der gesamten Bevökerung. Das Heiligenbild wird liebevoll geschmückt und in einer Prozession durch das ebenfalls geschmückte Gemeindegebiet getragen. Es finden Festgottesdienste sowie Märkte mit Buden und Karussells statt. Den Abschluß bildet ein Feuerwerk, das unbedingt lauter, bunter und teurer als das Feuerwerk der Nachbargemeinde sein muß.

 

 

Lichtfest „Mnarja“

  • wurde schon vor Ankunft der Ordensritter gefeiert
  • die ehemalige Hauptstadt Mdina und ihre Kirche St. Peter und Paul werden festlich beleuchtet
  • wichtigstes der Kirchweihfeste, seine Bedeutung kann man auch daran ermessen, dass in früheren Heiratsverträgen der Braut das Recht zugestanden werden mußte, jährlich am Lichterfest teilzunehmen

Nationale Küche

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  • Mittelmeerküche
  • typische Zutaten: Kapern, Oliven, Ricotta, Schafs- und Ziegenkäse, Fisch

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Es gibt italienische und arabische sowie auch englische Einflüsse.
Wildschwein in Pfefferminzsoße wird zwar nicht angeboten – besonders in Touristenzentren herrscht allerdings englischer Geschmack.
In den Hotels gibt es jeden Tag! «english breakfаst», also Eier mit Schinkenspeck und dicken Bohnen.

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Das Nationalgericht Maltas ist «Kaninchenragout» (traditional rabbit stew) – Kaninchenstücke mit Tomaten und Kapern in Wein geschmort. Wer das Gericht auf Vallettas Hauptstraße probiert, wird von einigen kleinen Fleischstücken in saurer Tomatensoße mit Erbsen-und Möhren-Gemüse enttäuscht sein. In einem kleinen Cafe in Xemxija dagegen ist das ein halbes Kaninchen in einer wunderbaren, sämigen Soße mit exotischen Gewürzen.

Traditionell gibt es auch viel Fisch in allen möglichen Zubereitungsarten sowie andere Meeresfrüchte. Den Nationalfisch «Lampuki» – eine Makrelenart – gibt es nur von August bis November, er wird traditionell als Auflauf zubereitet.

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Maltesische Alltagsgerichte sind z.Bsp.::

Aljotta                   – pikanter, dicker Fischeintopf
Ravjul                    – Ravioli, gefüllt mit Ricotta
Timpana               – Makkaroniauflauf mit verschiedensten Zugaben
Stuffat                   – Rindfleischragout
Qarni stuffat         – Oktopusragout
Bragjoli                  – Rindfleischroulade, gefüllt mit Schinken, Eiern und Kapern
Ros il Forn             – Risotto mit Fleisch, überbacken mit Eiern und Parmesan
Kapunata               – vegetarisches Ragout aus Auberginen, Tomaten, Zwiebeln u.A.

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Pastizzi verdienen eine besondere Empfehlung.
Es sind kleine Pasteten aus Blätter- oder anderen Teigsorten mit den verschiedensten Füllungen: Hackfleisch, Schinken, Spinat, Fisch, Gemüse, sogar Würstchen – einfach alles wird in Teig gebacken.
Am besten sind aber die traditionellen Füllungen aus Ricotta mit Kräutern oder aus Kichererbsenpüree mit exotischen Gewürzen.

Bei Preisen von 0,30 bis 1,30 Euro sind sie sehr sättigend – 2-3 Stück ersetzen ein Mittagessen – und werden überall an Straßenständen und in Bäckereien verkauft.

Ähnlich sind «Imqaret mit süßer Füllung, z.B. aus Feigen, und «Kanolli» – Röllchen mit Mandelfüllung oder kandierten Früchten.

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Getränke

In Malta wird ein leichter, sehr angenehmer Wein aus heimischen Traubensorten – weißen «Insola» und roten «Mammolo» – gekeltert.

In der Brauereri «Cisk» in Attard wird heimisches Maltesisches Bier gebraut.

Eine Besonderheit ist das Nationalgetränk «Kinnie“ eine bitter-süße Limonade aus Bitterorangen und heimischen Kräutern, deren Rezept natürlich streng geheim ist.