Gesellschaft

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

– UNO seit 1964
– OSZE seit 1972
– Organisation der Blockfreien Staaten seit 1973
– EU seit 2004
– Schengen-Abkommen seit 2007

Politisches System

Malta ist eine Republik, das Parlament wird alle fünf Jahre gewählt und hat 65 Sitze.
Im Prinzip sind die Sitze unter zwei Parteien aufgeteilt – der linken MLP (Malta Labour Party) und der konservativen MNP (Malta Nationalist Party). Die letzten Wahlen 2008 gewann die MNP (49,3 %) vor der MLP (48,8 %).
In den letzten Jahren wurden auch die «Grünen» AD (Alternative Demokraty, 1,3 %) und die rechte АN (0,5 %) gegründet, beide haben bisher keine Sitze im Parlament.

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Eine wichtige Rolle im politischen Leben spielen die Parteilokale (Pub), in denen alle Fragen vom Standpunkt der Parteibasis her diskutiert werden. Das sind öffentliche Einrichtungen, zu denen Jedermann – also auch der neugierige Tourist – Zutritt hat.

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Die Regierung besteht aus dem Premierminister und 13 weiteren Ministern sowie 5 Staatssekretären.
Wegen der geringen Größe dient die Unterteilung des Staates in 4 Bezirke lediglich der Organisation kommunaler Bedürfnisse wie z.B. Müllabfuhr.

Flüchtlingsproblem

Wegen der geringen Entfernung nach Afrika stellt Malta ein natürliches Ziel für Flüchtlinge aus Äthiopien, Somalia, Eritrea u.A. dar, die in Lagern der Maltesischen Armee interniert werden. Flüchtlinge haben kein Recht auf politisches Asyl, werden aber aus humanistischen Gründen nicht deportiert. Da auf der Insel bereits 10.000 Flüchtlinge leben, weigert sich Malta, weitere Menschen aufzunehmen und verweigert Flüchtlingsbooten – darunter sogar Booten mit Geretteten – die Einfahrt in seine Häfen. Deshalb wird Malta von Menschenrechtsorganisationen sowie vom Europäischen Parlament kritisiert, das seinerseits den Vorschlag, Flüchtlinge proportional auf die EU-Länder aufzuteilen, ablehnt.