Wirtschaft

Import:           Lebensmittel, Trinkwasser, Textilien, Autos; Motoren und Ausrüstungen für den Schiffbau

Export:            Schiffe

Industrie

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Schiffbau und -reparaturen

……………- traditionell schon seit der Ritterzeit

……………- im Süden des Großen Hafens (Grand Harbour) konzentriert

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Nach der Unabhängigkeit wurden die Kleinbetriebe zu einem staatlichen Betrieb, den «Malta Dry Docks», vereint. In den sozialistischen 70-er Jahren errichtete die VR China die «China Friendship Docks» für die junge Republik. Dank des gezeitenfreien Tiefseehafens halten sich die Werften und Tankerreinigungsfirmen auf dem Weltmarkt. Bis heute sind die maltesischen Docks die größten im gesamten Mittelmeer. Nach den EU-Verträgen von 2008 müssen staatliche Subventionen nun eingestellt werden, was die Betriebe dem vollen Druck des Weltmarktes aussetzt.

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Der Große Hafen (Grand Harbour) vor Valletta

Der Große Hafen (Grand Harbour) vor Valletta

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Transportwesen  

– drittgrößter Warenumschlag im Mittelmeer

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Leichtindustrie

– Steuervorteile und Niedriglöhne fördern ausländische Investitionen
– Zulieferindustrie für Elektronik und Autobau
– Textilindustrie (unterliegt seit einigen Jahren starker Konkurrenz aus Asien
– Pharmazie

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In den Steinbrüchen um Siggiewi wird der Kalkstein für die Bauindustrie gewonnen

In den Steinbrüchen um Siggiewi wird der Kalkstein für die Bauindustrie gewonnen

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Steinindustrie

– der einzige Rohstoff Maltas ist der Kalkstein
– wird als Baustein gewonnen
– nur lokale Bedeutung, kein Export
– auf den Süden Maltas, um Siggiewi, konzentriert

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Filmstudio

– in Kalkar, nordöstlich des Großen Hafens (Grand Harbour)
– große Bassins für Über- und Unterwasseraufnahmen
– Produktionen bekannter Firmen wie Warner Brothers und Universal

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Elektrifizierung

Elektrifizierung

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Energiewirtschaft

– keine eigenen Ressourcen

– 2 Kraftwerke in Marsa und Birzebuggia auf Basis importierten Erdöls
– nur ein Stromanbieter, Preise trotzdem niedriger als der europäischen Mittelwert
– trotz günstiger natürlicher Bedingungen wird Solarenergie faktisch nicht genutzt.
Nach EU-Plänen zur Entwicklung und Finanzierung soll der Anteil von erneuerbarer Energie 2010 auf 5 % erhöht werden.

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Landwirtschaft und Fischfang

– decken weniger als 50 % des Bedarfes

– beschäftigen ca. 3 % der arbeitsfähigen Bevölkerung, hauptsächlich im Nebenerwerb

– 80 % der landwirtschaftlichen Betriebe besitzen weniger als 5 ha Land

– der größte landwirtschaftliche Grundbesitzer ist die Kirche

– fruchtbare Böden des Terra-Rossa-Typs

– äußerst begrenzte Bewässerungsmöglichkeiten in den nordwestlichen Tälern Maltas und auf Gozo, wo es Grundwasserzugang gibt

(5 % der Flächen) und drei Ernten im Jahr möglich sind

– auf den restlichen Flächen nur eine Ernte im Frühjahr, den größten Teil des Jahres liegen die Felder brach und unterliegen starker Erosion.

Zum Schutz werden niedrige Feldsteinmaueren errichtet

– angebaut werden hauptsächlich Gemüse, Obst und Wein

– es werden Schafe, Ziegen, Rinder, Schweine sowie Geflügel gehalten

– einige Bedeutung hat die Imkerei

– großer Fischerhafen in Marsaxlokk, ca. 800 t Fisch pro Jahr werden angelandet, hier liegen 2/3 aller Fischerboote, täglich Fischmark

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Verkehr

– Sowohl Güter- als auch Passagiertransport findet per Auto statt

– Es gibt keine Eisenbahn, von 1883 bis 1931gab es eine Linie von Valletta nach Mdina

– Obwohl Malta so lange zu Großbritannien gehörte ist das Straßennetz, ebenso wie z.B. die Kanalisation, unterentwickelt und war noch bis vor

..Kurzem ein Synonym für schlimme Zustände.

– Bis 2015 wird ein umfangreiches Straßenbauprogramm u.A. auch mit finanzieller Unterstützung der EU realisiert. Die vierspurige Autobahn

..ist an mehreren Stellen schon in Betrieb. Gegenwärtig wird die Straße nach Cirkewwa – dem Fährhafen nach Gozo – ausgebaut.

– Öffentlicher Nahverkehr: gut ausgebautes Busnetz der Fa.«Arriva»

– Individualverkehr: hoher Motorisierungsgrad, mehr als 535 PKW je 1000 Einwohner ohne Berücksichtigung von Motorrädern, LKW u.A.

– Verkehr zwischen Malta und Gozo: mit Fähren der Reederei «Gozochanel“, für den Passagierverkehr gibt es auch Hubschrauberflüge

– Fährverbindungen gibt es von Valletta nach Sliema, Valletta – Senglea, Cirkewwa – Comino

– Gütertransport zwischen Malta und anderen Ländern: hauptsächlich per Schiff vom Hafen Marsaxlokk aber auch per Flugzeug oder Fähre

– Personentransport zwischen Malta und anderen Ländern: – per Flugzeug vom Flughafen Luqa, per Fähre von Sizilien, dem italienischen

..Festland, Spanien und Libyen, per Kreuzfahrtschiff vom neuen Terminal in Valletta

Wasserversorgung

– Die Wasserressourcen Maltas können den Bedarf nicht decken, der Tourismus fördert zusätzlich den Wasserverbrauch

– Vier Meerwasserentsalzungsanlagen sind in Betrieb: Ghar Lapsi, St. Juliens, Cirkewwa, Zurrieq. Dieses Wasser ist für die Industrie nicht

..geeignet.
..Die Meerwasserentsalzung ist sehr energieaufwendig.

– Trinkwasser wird per Tanker sowie auch in Flaschen importiert.

Tourismus

– über 1 Million Besucher jährlich, mittlere Aufenthaltsdauer 9 Tage

– davon mehr als die Hälfte im Juni, Juli und August sowie über Weihnachten

– davon mehr als die Hälfte aus Großbritannien, ca. 270.000 aus deutschsprachigen Ländern und ca. 120.000 aus Italien

– hoher Anteil an «Kulturtouristen» , d.h. Geschichtsinteressierten, Tauchern, Sprachkursteilnehmern u.Ä. zusätzlich bis ca. 500.000

..Tagestouristen von den Kreuzfahrtschiffen

– Der Tourismus erwirtschaftet über 40 % des BNN und stellt ca. 30 % aller Arbeitsplätze. Weitere 20 % der Arbeitsplätze hängt direkt vom

..Tourismus ab (Verkehr, Banken u.Ä.)