Böden

Die meisten der auf Malta anzutreffenden Böden gehören zum Typ Terra Rossa, d.h. der «Roten Erden», die sich bei der Verwitterung kalkhaltiger Gesteine bilden. Obwohl sie kaum Humus enthalten sind sie sehr fruchtbar.

Die Boden- und Klimabedingungen auf Malta sollten eigentlich eine entwickelte Landwirtschaft ermöglichen. Trockenheit und das Fehlen von Wasserresourcen zur Bewässerung schränken diese Möglichkeiten aber stark ein.

Mit niedrigen Steinmauern werden die Felder gegen Erosion geschützt.

Mit niedrigen Steinmauern werden die Felder gegen Erosion geschützt.

 

Deshalb werden nur in den Tälern im Nordwesten Maltas und auf Gozo, wo es oberfächennahe Grundwasserhorizonte gibt, die Felder ganzjährig bearbeitet und drei Ernten eingebracht. Es wird hauptsächlich Gemüse angebaut. In den übrigen Gebieten herrscht Trockenfelderbau, d.h. die Felder werden nur im zeitigen Frühjahr bearbeitet und liegen nach einer Ernte im Mai brach. Die Erosion des ungeschützten Bodens ist in dieser Zeit sehr stark. Durch die Errichtung niedriger Steinmauern, die die Kraft des Windes bremsen und hinter denen sich die Bodenpartikel ablagern, haben die Bauern gelernt, der Abtragung des Bodens entgegenzuwirken .

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Außer Terra Rossa-Böden sind kleinräumig, z.B. auf Abhängen, Klippen und den unterhalb anstehenden Schuttkegeln auch Rohböden anzutreffen, die wegen der kalkhaltigen Ausgangsgesteine einen hohen Karbonatgehalt aufweisen und nur für angepasste Vegetation geeignet sind.