Naturkundemuseen

Nationalmuseum für Naturgeschichte

(National Museum of Natural History in Mdina)

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Das Museum ging 1963 aus der Naturwissenschaftliche Sektion des Maltesischen Nationalmuseums hervor. Es ist heute in einem Adelspalast in Mdina untergebracht, den Großmeister Manoel de Vilhenas ab 1726 anstelle des Gebäudes der Universita – des Rates der Maltesischen Adligen – als seine Stadtresidenz errichten ließ.

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Die Ausstellung gibt Aufschluß über Entstehung und geologischen Aufbau der maltesischen Inseln sowie über deren Lebensräume. Mittels Dioramen werden die ausgestellten, vorwiegend heimischen Tierarten in ihren natürlichen Lebensräumen gezeigt, wobei deren Bedeutung sowie Schutzwürdigkeit veranschaulicht werden.
Anhand der endemischem Maltesischen Mauereidechse (Podarcis filfolensis) wird die Anpassung von Lebewesen unter isolierten Bedingungen gezeigt.
Es gibt eine umfangreiche Mineralien- und Gesteinssammlung aus aller Welt, eine paläontologische Sammlung mit Seeigelarten und anderen Meeresfossilien, eine ornithologische Sammlung mit präparierten Vögeln, Eiern und Nestern, eine Insektensammlung, eine umfangreiche Sammlung heimischer und exotischer Schalentiere.

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Das Museum ist auch eine renommierte Forschungsstätte und beherbergt die nationalen zoologischen und geowissenschaftlichen Sammlungen Maltas sowie eine entsprechende Fachbibliothek.

Naturkundemuseum

(Gozo Nature Museum in Rabat/Gozo, ehemals Natural Science Museum)

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Das Museum ist in einem der noch erhaltenen historischen Gebäude in der Zitadelle von Rabat untergebracht.

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Es zeigt eine Mineralien- und Gesteinssammlung, deren Hauptattraktion eine Sammlung von Stalakmiten und Stalaktiten aus gozitanischen Tropfsteinhöhlen ist. Es gibt eine Fossiliensammlung mit Meeresfossilien sowie fossilen Knochen ausgestorbener Tiere Maltas wie Zwergflußpferd und -elefant, eine botanische und eine Insektensammlung.
Im Aufbau ist eine bemerkenswerte Ausstellung über Lebensräume und Ökosysteme der maltesischen Inseln, in der Gozo natürlich den Schwerpunkt bildet.

Paläontologisches Museum und Höhle von Ghar Dalam

(bei Birzebugga)

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Das Museum wurde unmittelbar am bedeutenden paläontologischen Fundplatz, der Höhle Ghar Dalam (aar-dalam, “Höhle der Finsternis”) eingerichtet.

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In einem 2002 eingerichteten modernen Gebäude werden die außerordentlich reichen Fossilienfunde aus der Höhle ausgestellt. Es handelt sich um Knochenmaterial inzwischen ausgestorbener Tierarten wie Flußpferd, Elefant, Hirsch, Bär, Wolf sowie von Kleintieren und Vögeln. Interessant ist, dass alle großen Säugetierarten auf Malta Zwergformen ausgebildet hatten. Neben den Originalfunden aus der Höhle geben auch Präparate neuzeitlicher Tiere ein Bild der damaligen Fauna Maltas. Das vielgezeigte Skelett eines “Zwergelefanten” z.Bsp. stammt von einem im Hamburger Zoo verstorbenen Jungtier.

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Die in der jüngsten Höhlenschicht entdeckten menschlichen Relikte – Keramik, Obsidian- und Feuersteinwerkzeuge, Haustier- und Nutzpflanzenreste – stellen die ältesten Besiedlungsspuren auf Malta dar.

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Neben dem Museum ist auch die Höhle selbst für den Besucherverkehr zugänglich. Von der ursprünglich 5 m mächtigen fossilführenden Sedimentschicht sind noch zwei Referenzprofile erhalten, anhand derer die inzwischen ausgegrabenen unglaublichen Knochenmengen deutlich werden.