Naturschutz

Das Vogelschutzgebiet Il-Ghadira (Il-Ghadira Bird Reserve) in der Mellieha-Bucht (Mellieha Bay ) besteht seit 1978. Es ist ein Feuchtgebiet mit einigen Wasserflächen von gerade 6 ha Größe, das 100 m vom Mellieha-Strand und unmittelbar an der vielbefahrenen Straße Nr. 1 liegt.

Das Naturschutzgebiet Il-Simar (Il-Simar Nature Reserve) in der St. Pauls-Bucht (St. Paul’s Bay) bei Xemxija ist noch kleiner. Es besteht aus einer Anpflanzung heimischer Gehölze.

Beide sind Raststation und Überwinterungsplatz für Zugvögel sowie auch Heimstatt für einige hier brütende Arten.

 

Der Nationalpark Il Majjistral, nördlich der Goldenen Bucht (Golden Bay) gelegen, besteht seit 2007 auf einer Fläche von 7 km². Auf den ersten Blick besteht er aus einem typischen Garigue-Areal mit trockenem Buschwerk, das nur nach den Winterregen grün wird. Dann blüht hier u.A. die über 1 m hohe Asphodelie. Daneben gibt es aber eine erstaunliche Anzahl von Kleinhabitaten wie Lehmhänge, Kiesflächen, Sandstrand mit Dünen, ein 3 km langes Stück Felsenküste, temporäre Gewässer sowie auch Ackerfläche mit entsprechend vielfältiger Flora und Fauna.

Im Park finden sich auch Karren- oder Schleifspuren (Car Ruts) sowie römische, ritterzeitliche und britische Hinterlassenschaften. Interessant sind die bienenkorbförmigen Steinhütten, die die Bauern (und Jäger) in der traditionellen Trockenbauweise errichten, die sich seit der Bronzezeit nicht verändert hat.

 

Unter dem Begriff «Gaia-Projekt» sind mehrere Projekte der Gaia-Stiftung (Gaia Foundation) zusammengefasst, die zwischen Ghajn Tuffieha-Bucht (Ghajn Tuffieha Bay) und Goldener Bucht (Golden Bay) ein Informationszentrum (Visitor Center) sowie eine Baumschule und einen Bio-/Fair Trade-Laden betreibt. Vom Zentrum führt ein Lehrpfad durch das Gelände des «Elysium-Projektes» zum Turm über den Klippen.

Das Hauptprojekt der Stiftung – «Elysium» – befaßt sich mit der Rekonstruktion von Habitaten speziell an Küstenstandorten.

Die Insel Filfla vor der Südküste Maltas ist Naturschutzgebiet

Die Insel Filfla vor der Südküste Maltas ist Naturschutzgebiet

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Die Insel Filfla vor der Südküste Maltas ist zusammen mit den umgebenden Gewässern ebenfalls Naturschutzgebiet. Während der britischen Besatzung diente die Insel als Ziel für Schießübungen der Artillerie. Trotzdem überlebte hier die auf Filfla endemische Eidechsenart Laferla Filfolensis. Der Zutritt ist nicht nur aus Gründen des Naturschutzes verboten sondern auch wegen der Gefahr, die von nicht detonierten Sprengkörpern ausgeht.

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Die Gemeinden Xewkija und Sannat haben im Süden Gozos den ix-Xini Regionalpark eingerichtet, der außer der Schlucht mit typischer Macchie- bzw. Garigue-Vegetation auch die malerische Felsenbucht und das dazugehörige Seeareal umfaßt. Im Park gibt es u.A. eine Tropfsteinhöhle und seltene Pflanzen- und Tierarten wie die Blaumerle.

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Den Status eines „Gebietes besonderer ökologischer Bedeutung“ (Area of Ecological Importance) erhielten Teilflächen der „Blaue Lagune“ im Nordwesten Cominos. Lebensräume und Arten dieser vom Tourismus stark beanspruchten flachen Sandbucht sollen dadurch besser geschützt werden.