Gaia-Projekt

Unter dem Oberbegriff Gaia-Projekt wird eine Anzahl von Projekten und Aktivitäten der Umweltstiftung Gaia (Gaia Foundation) zusammengefasst. Die Organisation betreibt zwischen Tuffieha Bay und Golden Bay ein Besucherzentrum sowie eine Baumschule und einen Bio-/Fair Trade Laden (Visitor Center and Tree Nursery). Vom Center führt ein Pfad durch die Klippen bis zum Ghajn Tuffieha-Turm aus der Ritterzeit, von wo man eine herrliche Aussicht hat. Der Turm wurde kürzlich durch die Stiftung restauriert. Das Gelände gehört zum „Elysium“-Projekt (s.u.). Es gibt umfangreiche Informationstafeln zu ökologischen Themen. Das Zentrum bietet Vorträge, Workshops und andere Veranstaltungen z.B. für Schulklassen an.

 

Verschiedene Projekte der Gaiastiftung fördern nachhaltige Landwirtschaft mit Permakulturen – so die Neupflanzung von Oliven-, Mandel- und Granatapfelbäumen auf Landwirtschaftsflächen – sowie Anbau und Vertrieb von Bioprodukten. In der Baumschule – der größten Maltas – werden heimische Gehölze aber auch Gräser u.A. für die Aufforstungsprogramme, öffentliche Grünflächen und Privatkunden gezogen. Im Rahmen eines weiteren Projektes zur Abfallvermeidung wird eine eigene Kompostieranlage betrieben. Es können Baumpatenschaften übernommen werden.

 

Das wichtigste Projekt „Elysium“ dient der Wiederherstellung von Lebensräumen speziell an Küsten. Es umfaßt zwei Standorte: die Steilküste der Tuffieha Bay auf Malta und die Sandbucht und Dünen der Ramla Bay auf Gozo. Letztere ist das größte erhaltene Dünensystem Maltas und beherbergt noch Kostbarkeiten wie Seenarzisse und Stranddistel. Die Gebiete unterliegen starker Belastung durch Betreten, Befahren (Offroading), Picknick, Brände, Erosion. Aufgabe des Projektes ist neben Verhinderung derartiger Aktivitäten, Instandhaltung der Wege und Einrichtungen, Müllbeseitigung usw. auch die Entfernung gebietsfremden Bewuchses, der die empfindlichen heimischen Pflanzen aus ihren Lebensräumen verdrängt, sowie vor allem Öffentlichkeitsarbeit. Dazu beschäftigt die Stiftung eigene Ranger zu Lande und zur See, die eng mit der Polizei zusammenarbeiten.
Das Projekt „Poseidon“ dient dem Schutz der Seegraswiesen im ersten Meeresschutzgebiet (Marine Conservation Area, MCA) Maltas zwischen Rdum Majjiesa und Ras ir Raheb nördlich der Golden Bay. Weitere Schutzgebiete wie vor der St. Blas Bay und zwischen Ramla Bay und Ghajn Barrani auf Gozo sollen hinzukommen.

 

Die Stiftung ist auch an der Betreuung weiterer FFH-Gebiete beteiligt, so der Gehölze „Mzieb“ – einer Anpflanzung der 60-70-er Jahre auf der Bajda-Ridge zwischen Manikata und Xemxija, „Hotba L-Bajda“ – ebenfalls aus den 60-er Jahren bei Ghajn Tuffieha und den Relikten eines Olivenhains bei Bidnja mit einigen sehr alten Bäumen.

 
Besucherzentrum gegen Gebühr
www.projectgaia.org


Quellen: projectgaia